Freitag, 31. Mai 2013

//The Magic Flute//

Peter Sonn (Tamino), Ina Kringelborn (Erste Dame), Karolina Gumos (Zweite Dame), Maija Skille (Dritte Dame) / Foto: Iko Freese / drama-berlin.de

Ich musste ein wenig schmunzeln, als mir ein Freund im Dezember zum Geburtstag Karten für "Die Zauberflöte" schenkte. Ist das nicht eine Kinderoper? Als ich sie zum ersten Mal (in der Oper Köln) sah, war ich geschätzte 8 Jahre alt. Doch, oha! Der Freund kennt mich gut: Die aktuelle Inszenierung in der Komischen Oper in Berlin ist eine Mischung aus klassischer Oper und multimedialer Video- und Soundprojektion mit Referenzen zum Stummfilm der 20er Jahre und zur grafischen Pop Art der 60er. Herrlich!

Knappe drei Stunden (mit Pausen) in denen Tamino in leidenschaftlicher Liebe für Pamina entbrennt (die er noch nie zuvor gesehen hat) und diese auf Geheiß ihrer Mutter (die "Königin der Nacht" ist in diesem Falle ganz besonders gruselig!) zusammen mit dem verpeilten Papageno aus dem Schloss des Sarastros retten soll. Dieser interessiert sich eigentlich nur dafür, endlich eine "Papagena" zu finden, die "das Weibchen" an seiner Seite wird - falls aufgeklärte Feministinnen an dieser Stelle aufschreien: Das Stück wurde Ende des 18. Jahrhunderts geschrieben, haben wir ein bisschen Nachsehen mit den Herren Mozart und Schikaneder. 

Denn bei aller Liebe für neuartige Techniken wie die zauberhaften Videoprojektionen (z.B. aufploppende Herzen, die von den Damen mit einem Wink ihrer Zigarettenhalter zerstochen werden) steht doch die Musik im Vordergrund!

1 Kommentar:

dasmaedchenmitdenlocken hat gesagt…

Oh wie toll. Ich habe das Stück von so vielen Leuten empfohlen bekommen und gehe nächstes Wochenende auch endlich. Ich freue mich schon sehr :)