Mittwoch, 31. Oktober 2012

//Im Konsumrausch bei Urban Outfitters//

Berlin ist ja auch - schon seit etwas längerer Zeit - eine Urban Outfitters Stadt. Und hat damit viele Trends, die bislang den Modeschönlingen vorbehalten waren, auch in abgelegenere Stadtteile (jenseits von Mitte und Kreuzkölln) gebracht. Darüber könnte man sich ärgern, wären die Shops nicht tatsächlich originell, zumindest in Deutschland. Natürlich kann man dort eine ganze Menge Geld lassen, denn die Preise liegen weit über den handelsüblichen Retail Stores wie H&M und Vero Moda. Man bezahlt aber auch eine Shopping-Experience, die es zu kommentieren gilt.

So haben sich die UO Stores in Mitte und auf dem Ku'Damm voll und ganz auf ihre Corporate Identity aus den USA konzentriert. Keine “grumpy Germans” in den Läden, sondern amerikanisches Sonnenschein-Lächeln und immer freundliche Angestellte, die sich um die Kunden kümmern, sobald diese auch nur kurz mit der Wimper zucken. Hallo, wie geht es dir, hast du was gefunden, kann man dir helfen, kann ich dir was empfehlen, ganz entzückend siehst du aus, komm doch bald wieder, wie findest du eigentlich die neue Kollektion?

Das ist ein ziemlicher Einschlag in die deutsche Einkäufermentalität. Gerade in Berlin ist man ja eher die Abstrafung gewöhnt, vollständige Ignoranz oder schlichtweg Unhöflichkeit dominieren die Läden. Ob Supermarkt oder Edelboutique: mit den Augen rollende Verkäuferinnen oder viel zu stark beschäftigte Angestellte gehören zum Einkaufserlebnis dazu. Fairerweise kommt man so immer auch mit einer schönen Geschichte nach Hause, die einen drei Tage beschäftigt . In jedem Fall kann sich der deutsche Shopper aus Leidenschaft nun mit der Frage beschäftigen, ob er lieber diese herzliche Atmosphäre wünscht (wer da einmal drin war, der fühlt sich erst einmal in einer anderen Welt gefangen – was leicht befremdlich ist - und kommt am Ende zu dem Schluss, dass das irgendwie seltsam, aber schön war) oder lieber direkt beleidigt wird.

Doch man muss nicht jeden Tag dort einkaufen.. Die Mode ist zwar gut sortiert und ausgewählt, bleibt aber Ware von der Stange. Die Vintage-Abteilung ist ein bisschen zu teuer, um als Flohmarkt durchzugehen. Ein guter Grund jedoch für den Besuch: spontane Geschenke kaufen kann man hier ganz gut. Zeitgenössische Bildbände von bekannten Künstlern und hochwertige Einrichtung für das Wohnzimmer findet man garantiert. Auch die Spaßkategorie wird nicht vernachlässigt, es gibt Partyspiele für jegliche Angelegenheit in verschiedenen Varianten.

Egal ob das Poker-Kartenspiel, die Alko-Würfel oder das kompakte Trink-Roulette - man könnte hier ein komplettes Casino ausstatten und jede Party aufwerten, die man mit seinen Liebsten feiert. Wenn man sich noch paar Tricks zulegt, wird die Party schon an eine Mini-Show erinnern, die jedem gefallen wird und ab und zu wiederholt werden kann. Und wer Student ist, bekommt konsequent (nach Vorzeigen des Ausweises) 10% Rabatt auf den ganzen Einkauf. So viel Freundlichkeit, und das in Berlin gleich zwei mal, das muss man auch erstmal verdauen.



Die Kartentricks sind von PokerZeit.com bereitgestellt


(Dieser Beitrag wurde in Kooperation mit der Mediazin Gruppe erstellt)

Kommentare:

Helen Berlin hat gesagt…

Na? Gesponserter Beitrag?

Sayurilala hat gesagt…

ich gestehe, ich gehe ungerne zu UO in Berlin..wenn du die Verkäufer da superfreundlich findest (ich hatte da sehr andere Erfahrungen), würdest du ihnen in Frankfurt um den Hals fallen ;)

Fräulein Julia hat gesagt…

@Helen Berlin: Ja, steht ja auch drunter. Wird auch kein Alltag hier, keine Sorge :)

@Sayurilala: Wenn man die Damen und Herren bei UO mit anderen Verkäufern in Berlin vergleicht...