Montag, 17. Januar 2011

Klein Blatt vor den Mund



Redefreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit - für uns mögen das selbstverständliche Konzepte sein, doch in vielen Ländern ist das noch lange nicht der Fall. Was man ja fast täglich mitbekommt, wenn man auch nur einmal kurz eine Tageszeitung aufschlägt.

Wie das mit den verschiedenen Formen dieser Freiheit im Wandel der Zeit so ausgesehen hat, möchte der n.b.k., der Neue Berliner Kunstverein mit der Ausstellung "Freedom of Speech" verdeutlichen. Die läuft noch bis zum 30. Januar und sollte von all denen unter euch, die sich für dieses Thema interessieren, nicht verpasst werden. Als Journalistin ist es für mich mehr oder weniger sowieso Pflicht.

Ausgangspunkt des Projektes ist der Streit um die Mohammed-Karikaturen, die 2005 in einer dänischen Zeitung veröffentlichten wurden und den Stein ins Rollen brachten. Wie viel politisch unkorrektes darf man sich in den Medien erlauben? Welche Grenzen dürfen überschritten werden, welche sollten auf jeden Fall eingehalten werden? Es finden sich Bild-, Text- und Videobeiträge, die sich mit schwierigen Fragen auseinandersetzen: Was ist Wahrheit? Haben Menschen eine innere Stimme, die ihnen sagt, was Recht und was Unrecht ist? Was bringt die Meinungsfreiheit, wenn sie nicht an die Wahrheit gebunden ist? Viele der Beiträge bestehen aus Siebdrucken oder bunten Grafiken, was die Ausstellung nicht nur inhaltlich, sondern auch rein äußerlich sehr sehenswert macht.

Also schnell hin: Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 12 bis 18 Uhr sowie Donnerstag von 12 bis 20 Uhr. Und pssst: Der andere Teil der Ausstellung wird im Hamburger Kunstverein gezeigt, und zwar dort noch bis zum 13. März.

1 Kommentar:

soisses hat gesagt…

deine werbung für die ausstellung ist echt überzeugend ;-) wenn ich in der nähe leben würde, wär ich schon auf dem weg...

grüßle und guten start in die neue woche, dani