Montag, 15. Juni 2009

Ente gut, alles gut.


von troikkonen

Bitte lest euch diese herzerweichende Pressemitteilung der Polizei NRW durch! Ich habe Tränen der Erleichterung vergossen - und vor Lachen! Ich glaube dieser Journalist sollte seine Brötchen lieber mit dem Schreiben von schmalztriefenden Arztromanen verdienen...

Köln (ots) - Geistesgegenwart, Hingabe, humanitäre Grundeinstellung wird man dieser Streifenwagenbesatzung der Kölner Autobahnpolizei unumwunden attestieren: Am Freitagmittag (12. Juni) hatten die Beamten beherzt agiert, als es darum ging, auf der Autobahn A 1 bei Wermelskirchen eine in Todesgefahr schwebende, hilflose Familie zu retten. Unter der verantwortungslosen Führung ihrer offenbar ortsunkundigen Mutter waren kurz zuvor ganze sieben Entenküken quer über die Richtungsfahrbahn Dortmund bis auf den betonierten Mittelstreifen gewatschelt!

Eine aufmerksame Autobahnnutzerin hatte gegen 12.10 Uhr den Notruf betätigt: "Hinter der Anschlussstelle Wermelskirchen spaziert eine Entenfamilie im Baustellenbereich über die Autobahn!" Die kurz darauf eintreffenden Uniformierten konnten vor Ort zunächst erleichtert feststellen, dass die gefiederte Familie zur Gänze, also bis dahin unfallfrei den Mittelstreifen erreicht hatte. Dort allerdings liefen die "possierlichen Zeitgenossen" hilflos, arglos, orientierungslos umher und drohten jederzeit, wieder auf die Fahrbahn zu geraten.

Nachdem die Polizisten den Gefahrenbereich gesichert hatten, räumten sie kurzentschlossen ihre Einsatztasche aus. Behutsam nahmen die Beamten dann ein Küken nach dem anderen auf und setzten die akut Hilfebedürftigen in die Tasche. Probleme kamen erst auf, als es darum ging, "Mutter Ente" aufzunehmen. Selbstsüchtig entzog diese sich dem Zugriff und flog - ihren Nachwuchs schnöde im Stich lassend - über die Gegenfahrbahn in ein angrenzendes Grüngelände.

Der von den eingesetzten Beamten beharrlich erstrebten, schlussendlichen Familienzusammenführung tat diese Verantwortungslosigkeit jedoch keinen Abbruch. Im Streifenwagen wurden das gerettete Septett aus dem Gefahrenbereich gebracht. An der Raststätte Remscheid wechselten die Polizisten die Richtungsfahrbahn, um die Piepmätze ihrer Erziehungsberechtigten zu übergeben.

In der Nähe der im sicheren Areal gelandeten - und wie zu hoffen steht reuigen - Familienmutter setzten die Uniformierten ihre Schützlinge wieder ab.

Gegen 13.00 Uhr konnte der Einsatz somit erfolgreich beendet werden. Ente gut, alles gut.


Kommentare:

Maike Hemmers hat gesagt…

das kann der doch nur ironisch meinen .. oder? ^^

Natalie hat gesagt…

haha :D

Fräulein Julia hat gesagt…

Ich denke es strotzt nur so vor Ironie. Komisch aber, dass sowas veröffentlicht wird... ;)