Montag, 22. Juli 2013

//Licht aus, Spot an!//

Foto: Thilo Beu

Traditionen sind etwas sehr Angenehmes: Seit vielen Jahren wird der Arkadenhof des Hauptgebäudes der Universität Bonn (das ehemalige Schloss des Kurfürsten und zudem meine "Alma Mater") für die Internationalen Stummfilmtage in ein Open-Air Kino verwandelt. So auch in diesem Jahr, vom 8. bis zum 18. August. 

Wie auch immer die Organisatoren das jedes Jahr schaffen, aber auch dieses Jahr ist das Programm spannend und vielfältig: Irrgarten der Leidenschaft, wird man da nicht hellhörig? Schließlich wurde der Film 1925 gedreht - und zwar von niemand geringerem als Alfred Hitchcock. Er macht den Auftakt am 8. August um 21 Uhr. 

Wäre ich noch in Bonn, würden sicherlich weitere Filmabende in meinen Kalender eingetragen: z.B. Der Matrose von Buster Keaton von 1924 (läuft am 10. August um 21 Uhr) oder die Kosmische Reise von 1936, in der ein fiktives Moskau im Jahr 1946 phantasiert wird - in Zeiten der ausklingenden Russischen Avantgarde sicher eine interessante Sache (gezeigt wird der Film am 17. August um 21 Uhr). Oder wie wäre es mit deutschen Werbefilmen aus den Jahren 1926 und 1927, die am 14. August um 21 Uhr gezeigt werden? (Im Anschluss läuft übrigens eine Adaption von Carmen, gedreht von Ernst Lubitsch 1918). Wer es ganz abstrakt mag, dem empfehle ich Fünf Minuten reines Kino (läuft am 13. August um 21 Uhr), ein Film, der allein auf Formen, Bewegung, Rhythmus und Licht basiert. (Das vollständige Programm könnt ihr hier herunterladen)

Der Eintritt zu allen Filmen ist frei, aber first come first serve - der Andrang ist meistens groß. Ich möchte an dieser Stelle auch wie jedes Jahr den Tipp loswerden: Mit einer Decke und einem Regenschirm liegt ihr nie falsch - der Arkadenhof ist nicht überdacht und das Wetter im Rheinland sehr wankelmütig!

Kommentare:

Christina hat gesagt…

Uiiii, sieht das cool aus, direkt im Hof umgeben von so einem genialen Gebäude! Also "Irrgarten der Leidenschaft" hätte mich wohl auch angelockt. *lach*

Viel Spass auf jedenfall dort, Bonn ist für mich leider zu weit weg. ;-)

Liebe Grüße
Christina

karin1210 hat gesagt…

Jedes Jahr eines meiner Highlights, denn ich wohne seit 25 Jahren in Bonn und habe noch keinen Sommer verpaßt :-) Und in den meisten Sommern habe ich übrigens spätestens beim 2. Film gefroren. Aber nach 25 Jahren bin ich kampferprobt und weiß, was man alles mitnimmt :-)

Fräulein Julia hat gesagt…

@Karin, wow, seit 25 Jahren bist du schon dabei? Ich wusste gar nicht, dass das Festival schon so lange stattfindet! Ich hab es zumindest während meiner 5 Jahre Studium mitgemacht - und einmal sogar bei strömendem Regen unter einem großen Regenschirm ausgeharrt. Irgendwie gemütlich!