Dienstag, 28. Februar 2012

Die Landkarte meiner Träume



Als Kleinkind bestanden meine Bücher ausschließlich aus Bildern, als Teenie überwog bereits der Text, heutzutage finden sich kaum noch Bilder in meinen Romanen. Es ist auch ein schwieriges Feld für Autoren, finde ich: Sollte man dem Leser denn eine Anleitung zwischen die Zeilen malen, wie er sich das Geschehen vorzustellen hat? Nach vielen Jahren der stillen Harry Potter-Lektüre überlegte ich aus diesem Grund, ob ich mir wirklich die detailgetreue Hogwarts-Welt in meinem Kopf mit dem Anschauen der Kinofilme kaputt machen möchte.

Um dieses Thema dreht sich auch der Vortrag "Opportunities (and Dangers) of Visual Storytelling" von Reif Larsen, der am Donnerstag, 1.März im Gestalten Space in Mitte zu Gast ist. In seinem Buch Die Karte meiner Träume hat der Autor den Text mit zahlreichen Karten, Diagrammen und Tabellen durchsetzt, die die Obession des Protagonisten mit der Kartographie wiederspiegeln sollen.

Ab 19 Uhr wird Larsen darüber sprechen, welche Möglichkeiten sich mit dieser art des visual storytelling sich ergeben - und welche Gefahren das Ganze birgt. Der Vortrag ist auf Englisch, der Eintritt frei.

Kommentare:

FeeMail hat gesagt…

Hast du das Buch gelesen? Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Vor allem aber vom Ende, mit den Zeichnungen hatte das nicht zu tun. In diesem Fall sind das ja auch weniger Illustrationen als visuelle Ergänzungen...

Fräulein Julia hat gesagt…

Nee, ich hab das Buch noch nicht gelesen, hatte es aber eigentlich geplant...
Ich denke in seinem Vortrag geht es auch darum, ab wann die Gefahr besteht, dem Leser die Bilder in seinem Kopf vorzugeben - anstatt ihn nur darin zu unterstützen.