Montag, 31. Oktober 2011

Amelie Spötzl


Amelie Spötzl, Samtpfötchen, 2007, Weidenkätzchen, Boxhandschuhe, jew. 22 x 31 x 4 cm

Handschuhe aus Weidenkätzchen! Kurz dachte ich, dass es ja nicht gerade naturfreundlich ist, die flauschigen Dinger von den Ästen abzuknibbeln um sie an Objekte zu nähen. Doch dann las ich, dass die werte Amelie Spötzl, auf deren Kappe unter anderem eben diese Handschuhe gehen, sich in ihren Skulpturen und Objekten ausschließlich Fundstücken bedient. Das lasse ich durchgehen.

Denn die Arbeiten, die ich bereits von verschiedenen Messen kannte und die ab kommenden Freitag, 4.November 2011 in der Galerie E105 in der Heidestraße in Berlin gezeigt werden, wirken einfach beeindruckend. Ein Sofa, über und über beklebt mit Kletten (die ich früher leider häufiger in meinen langen Haaren hängen hatte), Pusteblumen hinter Glas, dornige Äste ordentlich auf Spulen aufgedreht, Brombeerranken zu einer M.C. Escher'esquen Skulptur gebogen. Spötzl geht es in ihrer Arbeit darum, die Pflanzen von ihrer im Vordergrund stehenden Schönheit zu lösen und sie als Material zu betrachten, mit welchem sich allerlei anstellen lässt.

"Phytomagnetik" heißt die Ausstellung, die am 4.November eröffnet wird und anschließend bis zum 17.Dezember in der Galerie E105 zu sehen ist. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr.

Kommentare:

mona hat gesagt…

Wow, das klingt spannend. Schade, dass ich dieses Jahr nicht mehr in berlin sein werde...

thea mayka hat gesagt…

<3 --> ihre Sachen sind so fein....es lohnt sich so so sehr!